06.01.2020

Stromsparcheck ist zurück!

Der aus vergangenen Jahren bekannte Stromsparcheck erfährt 2020 eine Neuauflage. Seit Anfang Januar sind sechs Geschulte der Arbeitsloseninitiative Sachsen im Raum Plauen, Reichenbach und Oelsnitz unterwegs, um Einkommensschwachen beim Energiesparen zu helfen.

Die Stromsparchecker besuchen wie gehabt auf Anfrage sozialschwache Haushalte, überprüfen Strom- als auch Wasserverbrauch und zeigen, wie sich im Haushalt Strom und damit bares Geld sparen lässt.

Erstmalig können ab sofort auch Haushalte mit Migrationshintergrund einbezogen werden. Auf diese Weise sollen eben auch mit Transferleistungen unterstützte Haushalte zum Senken von Energiekosten angehalten werden.  

Dazu können nach wie vor Hilfsmittel, wie energieeffiziente Beleuchtung, abschaltbare Steckerleisten, Durchflussbegrenzer für Wasser und ähnliche Produkte, im Wert von 70 Euro für die Haushalte kostenfrei zum Einsatz kommen.

Die Stromsparhelferinnen und -helfer, die ins Haus kommen, sind als Berater umfassend qualifiziert. Über 100 Stunden Schulung unter fachlicher Begleitung durch einen regionalen Energieberater und die tägliche Arbeitspraxis machen sie zu erfahrenen Ratgebern, die beim Energiesparen helfen können. Als ehemalige Langzeitarbeitslose sind ihnen die Alltagsprobleme von Haushalten mit geringem Einkommen aus eigener Erfahrung hinreichend bekannt.

Buchen kann man die Stromsparchecker über die Arbeitsloseninitiative Sachsen. Die hat für das Projekt den Hut auf. Fachlich bzw. organisatorisch unterstützen das Jobcenter, die Stadtwerke Plauen, Reichenbach und Oelsnitz sowie der Vogtlandkreis im Rahmen seines European-Energy-Award-Klimaschutzprogramms.

Der Stromspar-Check soll der Energiearmut von Menschen mit geringem Einkommen vorbeugen und ehemals langzeitarbeitslosen Frauen und Männern Arbeitsplätze, Beschäftigung und Qualifikation ermöglichen. Das Vorhaben ist eine Neuauflage des bereits 2013 bis 2015 im Landkreis erfolgreich gelaufenen gleichnamigen Projekts.

Als Bundesprojekt läuft der Stromsparcheck bereits seit 2008. Hier haben der Deutsche Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) das Bekämpfen von Energiearmut und das Erreichen von Klimaschutzzielen verknüpft. Gefördert wird das Projekt durchs Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.