EnergieNetzWerke

Seit Ende November 2015 erschließen nunmehr 41  sächsische eea-Kommunen und drei Landkreise das energetische Einsparpotential Ihrer kommunalen Liegenschaften und nehmen dazu ihre Anlagen näher unter die Lupe. Im Vogtlandkreis sind neben der Landkreisverwaltung noch die Städte Plauen, Adorf, Reichenbach, Rodewisch, Lengenfeld und Treuen am Projekt beteiligt.   

Zweck des Projektes ist die Einsparung von Energie durch geringinvestive Maßnahmen. So werden z. B.  Heizungsanlagen und –pumpen effektiver betrieben, Zähler und Energielieferverträge den Erfordernissen angepasst.

Dafür werden Energieteams gebildet, die von der Sächsischen Energieagentur Dresden (SAENA) fachlich begleitet werden.

Das Energieteam Vogtlandkreis besteht aus Uwe Knoll -  Haustechniker Gebäude- und Immobilienmanagement  als Energietechniker und Uwe Hergert - Energiebeauftragter als Energiemanager.

Im Fokus: Energiekosten runter durch gering investive Maßnahmen

Mit Einstellarbeiten und messtechnischen Überprüfungen an den Energieerzeugungs- und anwendungsanlagen der Landkreisverwaltung konnten 2017 Strom 34 T€ und Wärme 35 T€ mit geringinvestiven Maßnahmen eingespart werden.  

Der Vogtlandkreis will damit als European-Energy-Award–Region auch künftig den Zertifizierungsgrundlagen gerecht werden und konsequent seinem Credo "Energieeffizienz & Klimaschutz" folgen.

Was passiert?

Für drei Jahre koordiniert die Sächsische Energieagentur SAENA das Projekt ‚Energieeffizienz-Netzwerk sächsischer Kommunen‘, in dem die Energieversorgung kommunaler Einrichtungen gemeinsam mit kommunalen Mitarbeitern genau unter die Lupe genommen wird. Sachsenweit erfahren so in Städten und Gemeinden in Summe um die 500 Gebäude eine energetische Analyse nebst Frischekur.

 

Ausgewählte kommunale Mitarbeiter werden hierfür geschult. Das Gelernte setzen sie, auch mit Hilfe eines externen energietechnischen Beraters, an den Liegenschaften der eigenen Kommune um. So lässt sich das Einsparpotential Stück für Stück ermitteln und erschließen.

 

Zu regelmäßigen Netzwerktreffen tauschen die Teilnehmer ihre gesammelten Erfahrungen in Sachen effiziente Energieversorgung aus und erhalten so wichtige energietechische Impulse.

 

Darüber hinaus sieht das Projekt auch vor, die unterschiedlichen Gebäudenutzer, wie beispielsweise Schüler, Lehrer, Hausmeister, Verwaltungsangestellte, Mitarbeiter einer Straßenmeisterei, fürs Energiesparen zu sensibilisieren. Sie erhalten umfassende Informationen rund um den intelligenten Umgang mit der Ressource Energie.

 

Der Effekt: Jeder Betroffenen kann so seinen persönlichen Beitrag zum Projekt leisten.

Wer arbeitet mit?

 

In der Netzwerk-Arbeitsgruppe für den Vogtlandkreis arbeiten neben der Energieleitstelle mit:

- Sächsische Energieagentur SAENA
- Kommunalentwicklung Mitteldeutschland Dresden
- Landratsamt (Gebäude- und Immobilienmanagement, Hauptamt, Straßenmeisterei Falkenstein)


    Perspektivisch werden die landkreiseigenen Energieerzeugungsanlagen kontinuierlich von zwei Energetikern überwacht und bewertet, die im Rahmen des Projekts dafür ausgebildet wurden:

    - Uwe Knoll | Energietechniker (Foto)
    - Uwe Hergert | Energiebeauftragter und Energiemanager.

      Projektbeteiligte sind neben dem Vogtlandkreis der Landkreis Nordsachsen und die Städte Limbach-Oberfrohna, Markkleeberg, Zschorlau, Heidenau, Zwickau und Hoyerswerda. Die vogtländischen Städte Plauen und Reichenbach folgen noch im Jahr 2017.

      Wer profitiert?

      Ist das Pilotprojekt abgeschlossen, soll die Energiearbeit an dieser Stelle jedoch nicht stehen bleiben. Die aus dem Projekt heraus gewonnenen Erfahrungen können auch weiteren interessierten Stadt- und Gemeindeverwaltungen des Vogtlandkreises als Vorlage dienen, auch ihrerseits Optimierungen vorzunehmen.

      Der Energiebeauftragte des Vogtlandkreises steht hierzu mit Rat und Tat zur Seite.